Tischkicker, der beliebte Freizeitspaß

Tischkicker/Kickertisch

Ganz gleich ob Tischkicker, Gitoni, Foosball, Csocsó, Metegol oder Tacataca genannt - Tischfußball ist ein beliebter Freizeitsport in aller Welt. Ziel des Spiels ist es, einen Kork- oder Plastikball mit Hilfe von auf drehbaren Stangen montierten Spielerfiguren ins gegnerische Tor zu befördern.

Vorläufer des Tischfußballs existierten bereits Ende des 19. Jahrhunderts. In seiner heutigen Form geht das Spiel auf ein Patent des Briten Harold Searles Thornton aus dem Jahre 1923 zurück.

Der Aufbau des Kickertisches unterscheidet sich von Region zu Region. In Europa ist vor allem die Elf-Spieler-Variante mit einem Torwart, zwei Verteidigern, fünf Mittelfeldspielern und drei Angreifern je Team verbreitet.

Tischfußball spielt man meist in Bars und Cafés sowie in Jugendklubs und Schulen. Auch in Büros und Industriebetrieben sind Kickertische häufig anzutreffen, denn das Spiel lockert auf, fördert den Teamgeist und steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Neben dem weitgehend regelfreien Freizeitspiel besteht auch eine reguläre Tischfußball-Vereinstruktur. Beim Vereinsspiel gelten besondere Bestimmungen. So ist etwa das direkte Passen eines ruhenden Balls aus der Verteidiger- oder Mittelfeldreihe verboten. Über die ordnungsgemäße Durchführung von Turnieren und Ligaspielen wacht der Internationale Tischfußballverband ITSF, hierzulande vertreten durch den Deutschen Tischfußballbund.

Ein Tischfußballspiel dauert in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten. Bei Kneipenspielen endet die Runde normalerweise, wenn eine Spielerpartei sechs Tore erzielt hat. Dies hängt damit zusammen, dass die meisten Kickermodelle pro Spiel elf Bälle ausgeben. Ein Spielgewinn ist somit nach sechs Gegentoren aus technischen Gründen nicht mehr möglich. Bei regulären Turnieren genügen dagegen fünf Tore zum Gewinn, sofern der Vorsprung mindestens zwei Tore beträgt.

Das Abschlagen des Balls erfolgt durch kurze, drehende Bewegungen aus dem Handgelenk heraus. Versierte Spieler erreichen dabei Ballgeschwindigkeiten von mehr als 50 Stundenkilometern. Das Drehen der Stangen um mehr als 360 Grad, auch Rundschlagen genannt, ist verpönt und gilt bei offiziellen Turnieren als Foul.

Die Regeln des Spiels sind denkbar einfach, und auch das nötige technische Grundwissen stellt sich meist schon nach wenigen Spielen ein. Neben der leichten Erlernbarkeit sind es vor allem die hohen Anforderungen an Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen, die dem Spiel einen großen Reiz verleihen. Da Tischkicker ein sehr emotionales Spiel ist, eignet es sich zudem hervorragend, um neue Bekanntschaften zu schließen und seinen Gegenüber besser kennenzulernen.

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